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Willkommen auf den Seiten der Ärztegruppe Lungenfunktionsdiagnostik e.V.

Berühmte Ärzte wie Laennec (Erfinder des Stethoskopes 1938) und William Osler lehrten ihre Studenten noch, dass tägliche Asthmaanfälle überhaupt nicht oder extrem selten vorkommen. Die Asthmamortalitätsstatistik zeigt jedoch, dass in den letzten Jahren trotz rasant ansteigender Asthmamedikamentenverordnungen die Asthmatodesfälle weltweit von großer Bedeutung sind. Alle 90 Minuten sterben Menschen an den Folgen eines Asthmaanfalls. Dramatisch ist die Entwicklung besonders bei jungen Menschen. Daten über die Mortalität der chronisch obstruktiven Bronchitis sind lückenhaft und wesentlich höher. Die WHO schätzt die Mortalität der COPD im Jahre 2020 an dritthäufigster Stelle hinter Apoplex und coronaren Herzerkrankungen, während sie 1990 noch an 6-häufigster Stelle stand.

Die Lungenfunktion ist neben der Anamnese und der klinischen Untersuchung das wichtigste Instrumentarium, um chronisch obstruktive Atemwegserkrankung zu entdecken und Differenzierung zwischen Asthma und COPD zu ermöglichen. Wenn eine Atemwegserkrankung vermutet wird, die sich z. B. durch Husten, Auswurf und Atemnot in Ruhe oder unter Belastung äußert, gilt die Lungenfunktion als Screening-Untersuchung. Für die hausärztliche Praxis bieten sich Messungen des Atemspitzenflusses (Peak-flow-Metrie) und der Atemvolumina (Fluss-Volumenkurve) mittels Spirometrie an. Die weiterführende Diagnostik mit Messung von Atemwegswiderständen, diversen Gasvolumina, Atemmechanik sowie Provokations- bzw. Belastungstests werden dann von pneumologisch spezialisierten Ärzten durchgeführt.

Neben der rein differentialdiagnostischen Bedeutung kann die einfache Lungenfunktionsmessung auch ein wichtiges Instrument sein zur Objektivierung des Schweregrades der Funktionsstörung, der Reversibilität einer bronchialen Obstruktion (Bronchospasmolysetest), sowie der Objektivierung von Nebenwirkungen der Therapie (z.B. bei Gabe von Beta-Blockern). Des weiteren dient sie zur Erstellung von Gutachten und zur Klärung epidemiologischer Fragestellung (Massen-Screening).

Die Ärztegruppe Lungenfunktionsdiagnostik e.V. führt seit über 10 Jahren Seminare zum Thema mit über 90 Referenten bundesweit durch und kann auf eine mittlerweile sehr erfolgreich geleistete Arbeit zurückschauen.

Von 1990 bis 2008 wurden mittlerweile über 2500 Seminare veranstaltet, davon mehr als 1750 Basisseminare, über 570 Aufbauseminare und rund 160 Pädiaterseminare. Geschult wurden in dieser Zeit 57441 Personen, davon 24729 Ärztinnen und Ärzte und 32712 Arzthelferinnen und Krankenschwestern.

Ziel und Wunsch dieser Aktivitäten ist es, Lungenfunktion einfach, praktikabel und verständlich zu gestalten und im primärärztlichen Untersuchungsprogramm, ähnlich wie das EKG, zu einem festen Standbein zu verankern.